Altersvorsorge

Wer privat vorsorgt, denkt nicht zuerst an hohe Gewinne. Eine aktuelle Umfrage zeigt: Für viele Menschen steht der Schutz des angesparten Kapitals an erster Stelle. Auch die Betriebsrente stößt auf breite Akzeptanz.

Viele junge Erwachsene blicken mit Skepsis auf ihre finanzielle Absicherung im Alter. Das zeigt das aktuelle Selbstbestimmungsbarometer von Swiss Life, das in dieser Ausgabe den Fokus auf die 18- bis 29-Jährigen legt. Nur etwa jede siebte Person aus dieser Altersgruppe fühlt sich finanziell gut auf den Ruhestand vorbereitet.

Die Erwartungen der Deutschen an eine neue private Zusatzrente sind eindeutig: Verlässlichkeit steht für viele Menschen an erster Stelle. Das zeigt eine aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag des Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Mehr als die Hälfte der Befragten wünscht sich bei der privaten Zusatzvorsorge vor allem eine verlässliche Rente.

Das Bewusstsein für die Bedeutung der Altersvorsorge wächst bei jungen Menschen deutlich. Dennoch bleibt das konkrete Handeln auf niedrigem Niveau. Das zeigt eine aktuelle YouGov-Befragung im Auftrag der Generali Deutschland AG unter 18- bis 32-Jährigen.

Immer mehr Menschen leben deutlich länger – aber ihre Altersvorsorge reicht oft nicht so weit. Laut einer internationalen Studie von Fidelity International haben 54 Prozent der über 50-Jährigen in Deutschland eine Rentenlücke von mehr als zehn Jahren.

Die geschlechtsspezifischen Unterschiede bei der Altersvorsorge bleiben deutlich. Frauen haben oft weniger Spielraum, Geld für den Ruhestand zurückzulegen, und blicken insgesamt sorgenvoller in die Zukunft.

Viele Selbstständige blicken skeptisch auf ihre finanzielle Zukunft. In einer aktuellen Befragung gab nur knapp die Hälfte an, im Alter ausreichend abgesichert zu sein. Ein Drittel hält die eigene Vorsorge für unzureichend, weitere sind unsicher.

Trotz einer hohen Sparquote schaffen es viele Menschen in Deutschland nicht, ihre eigenen Sparziele zu erreichen. Das zeigt eine aktuelle Studie des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR).

Viele Rentner in Deutschland haben Angst vor Altersarmut – besonders dann, wenn sie sich ausschließlich auf die gesetzliche Rente verlassen haben. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag eines großen Versicherers.

Bislang haben einige Rentner ihre Rente noch in bar erhalten – per Scheck, den sie zur Bank bringen konnten. Damit ist ab Ende 2025 Schluss: Ab 2026 überweist der Rentenservice der Deutschen Post alle Renten ausschließlich auf ein Girokonto. Wer bislang keinen solchen Zahlungsweg nutzt, sollte jetzt aktiv werden.

Wer 45 Jahre lang gearbeitet hat, erwartet im Alter oft eine solide Rente. Doch die Realität sieht anders aus: Mehr als jeder vierte Rentner in Deutschland bekommt trotz dieser langen Versicherungszeit weniger als 1.300 Euro im Monat. Im Schnitt liegt die gesetzliche Rente bei 1.668 Euro – für Männer meist höher, für Frauen deutlich niedriger. Das geht aus aktuellen Zahlen des Bundesarbeitsministeriums hervor.

Wie viel Vermögen Menschen in Deutschland besitzen, hängt stark vom Alter ab. Eine neue Studie zeigt: Wer kurz vor dem Ruhestand steht, hat in der Regel deutlich mehr auf der hohen Kante als Jüngere. Das sogenannte Medianvermögen – also der Wert, bei dem die eine Hälfte mehr, die andere weniger besitzt – lag 2023 bei 103.100 Euro pro Haushalt.