Altersvorsorge: Auch kleine Beträge können ein Anfang sein

Hundert Euro mehr im Monat – und viele Menschen würden erstmals fürs Alter sparen oder ihre bestehende Vorsorge erhöhen. Einer aktuellen Umfrage zufolge gilt das für die Mehrheit der 18- bis 59-Jährigen. Das größte Hindernis ist dabei nicht mangelndes Interesse: Vielen fehlt schlicht der finanzielle Spielraum.

Wer keine 100 Euro monatlich entbehren kann, muss das Thema Altersvorsorge jedoch nicht vollständig aufschieben. Auch kleinere regelmäßige Beträge können über einen langen Zeitraum einen Unterschied machen. Entscheidend ist zunächst, einen Betrag zu wählen, der dauerhaft zum eigenen Budget passt. Steigt später das Einkommen oder sinken andere Ausgaben, kann die Sparrate angepasst werden. Gerade bei langfristiger Geldanlage spielt außerdem die Zeit eine wichtige Rolle, weil Erträge wiederum neue Erträge erwirtschaften können.

Vor dem langfristigen Sparen sollten allerdings die finanziellen Grundlagen stimmen. Ein Notgroschen für unerwartete Ausgaben kann verhindern, dass eine Altersvorsorge bei der nächsten Autoreparatur oder einer hohen Nebenkostenabrechnung wieder angetastet werden muss. Ebenso lohnt sich ein Blick auf bestehende Vorsorgeverträge und mögliche staatliche oder betriebliche Förderung. Altersvorsorge muss deshalb nicht mit einem großen Betrag beginnen – wichtiger ist, die eigenen Möglichkeiten zu kennen und regelmäßig zu prüfen, ob sich der finanzielle Spielraum verändert hat.

Quelle: DIA-Deutschland-Trend, Befragung von INSA Consulere im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA), August 2026.