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Gesundheit | 07.09.10 Die häufigsten Diagnosen für stationäre BehandlungenGut jeder fünfte Deutsche hatte im Jahr 2009 statistisch gesehen einen Krankenhausaufenthalt. Welche Krankheitsbilder dafür besonders gehäuft ursächlich waren. (verpd) 2009 wurden auf der einen Seite mehr Menschen im Krankenhaus behandelt. Auf der anderen Seite ging die durchschnittliche Behandlungsdauer leicht zurück, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf der Grundlage vorläufiger Ergebnisse der Krankenhausstatistik ermittelt hat. Die häufigsten Hauptdiagnosen sind Geburten, Herzinsuffizienz sowie psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol. Im vergangenen Jahr wurden laut Destatis nach vorläufigen Zahlen 17,8 Millionen Patienten stationär im Krankenhaus behandelt. Gemessen an einer Bevölkerungszahl von rund 82 Millionen entspricht dies einem rechnerischen Anteil von 21,7 Prozent. Die Zahl der Behandelten stieg gegenüber dem Vorjahr um 290.000 oder 1,6 Prozent. Die häufigsten Diagnosen für KrankenhausaufenthalteAn erster Stelle der Hauptdiagnosen bei vollstationär behandelten Patienten steht die Geburt von lebendgeborenen Kindern mit knapp 500.000 Fällen, gefolgt von Herzinsuffizienz (über 350.000) und alkoholbedingten psychischen und Verhaltensstörungen (gut 333.000). Mit Angina pectoris, Vorhofflattern und Vorhofflimmern sowie akuten Myokardinfarkten finden sich weitere Herzerkrankungen mit mehr als 200.000 Hauptdiagnosen weit oben in der Rangliste.
Der Aufenthalt in einem Krankenhaus dauerte für die Patienten im Jahr 2009 durchschnittlich 8,0 (2008: 8,1) Tage, was einer Verbesserung um 1,2 Prozent entspricht. Stabiles Bettenangebot in den KrankenhäusernIn den 2.080 Krankenhäusern standen wie schon im Vorjahr insgesamt 503.000 Betten zur Verfügung. Die meisten Betten befanden sich in einem Krankenhaus eines öffentlichen Trägers (48,7 Prozent). Der Anteil der Betten in privaten Häusern nehme jedoch stetig zu und betrage aktuell 16,6 Prozent, erklärte Destatis. Die Bettenauslastung lag 2009 mit 77,5 Prozent geringfügig über dem Vorjahresniveau (77,4 Prozent). Die höchste Bettenauslastung hatten öffentliche Krankenhäuser mit 79,1 Prozent aufzuweisen; die geringste Auslastung mit 75,6 Prozent freigemeinnützige Krankenhäuser. Beschäftigtenzahl in Krankenhäuser weiter angestiegenUm die Patienten kümmerte sich 817.000 Vollkräfte (Teilzeitkräfte umgerechnet), davon 130.000 im ärztlichen Dienst und 687.000 im nichtärztlichen Dienst. Alleine im Pflegedienst waren 302.000 Vollkräfte im Einsatz. Die Zahl der im Krankenhaus beschäftigten Vollkräfte stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 Prozent im ärztlichen Dienst beziehungsweise 2,7 Prozent im nichtärztlichen Dienst. Alleine im Pflegedienst waren 302.000 Vollkräfte (2008: 300.000) im Einsatz. Rund zwei Millionen Patienten in Vorsorge- oder Reha-KlinikenDer stationäre Aufenthalt in einer der 1.240 Vorsorge- oder Rehabilitations-Einrichtungen Deutschlands dauerte wie im Vorjahr im Durchschnitt 25,3 Tage. Hier standen 172.000 Betten für die Versorgung von rund zwei Millionen Patienten zur Verfügung. Mit 81,7 Prozent lag die Bettenauslastung um 0,4 Prozentpunkte über der des Vorjahres. 8.000 Vollkräfte im ärztlichen Dienst und 86.000 Vollkräfte im nichtärztlichen Dienst (darunter 21.000 Pflege-Vollkräfte) versorgten 2009 die vollstationären Patienten in den Vorsorge‑ oder Rehabilitations-Einrichtungen.
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