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Unfall | 11.08.10
 

Mehr Sicherheit im Auto

Nach Auffahrunfällen beklagen viele Insassen ein sogenanntes Schleudertrauma. Die Unfallforschung der Versicherer erklärt, wie solche Verletzungen verhindert oder abgeschwächt werden können.

(verpd) Ein Schleudertrauma oder andere Verletzungen der Halswirbelsäule können durch moderne Sitz-Kopfstützen-Kombinationen vermindert oder gar vermieden werden. Nach einer aktuellen Untersuchung der Unfallforschung der Versicherer (UDV) hat sich die Sicherheit der Sitze in letzten Jahren deutlich verbessert.

Die UDV, angegliedert an den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV), kümmert sich hauptsächlich um die Verbesserung der Sicherheit und die Unfallvermeidung im Straßenverkehr. Sie ist nach eigenen Angaben einer der größten Auftraggeber Deutschlands im Bereich der Verkehrssicherungs-Forschung.

Sitze und Kopfstützen

In einem jetzt von der UDV vorgelegten Bericht geht es um das Thema Sitze und Kopfstützen in Autos. Demnach hat sich in diesem Segment enorm viel getan. Denn wurden vor fünf Jahren noch 60 Prozent aller getesteten Sitze als „mäßig“ oder gar „schlecht“ bewertet, so sind es in diesem Jahr nur noch 28 Prozent.

Gute Sitz-Kopfstützen-Kombinationen sind wichtig, um bei Auffahrunfällen zumindest leichtere Verletzungen der Halswirbelsäule abzuschwächen oder ganz zu vermeiden. Denn unter den Folgen eines Halswirbel-Schleudertraumas leiden Betroffene oft lange Zeit.

Zur Vermeidung einer solchen Verletzung werden seit Jahren spezielle Sicherungssysteme eingesetzt, deren Funktionen weit über die einer herkömmlichen Kopfstütze hinausgehen. Vorreiter war ein schwedischer Kfz-Hersteller mit einem 1998 erstmals verwendeten „Whiplash Protection System“. Dieses System soll die Gefahr, bei einem Verkehrsunfall ein Schleudertrauma zu erlangen, um nahezu 80 Prozent verringern.

Aktive Kopfstützen erhöhen die Sicherheit

Inzwischen kommen in immer mehr Fahrzeugen auch sogenannte aktive Kopfstützen zum Einsatz. Bei einem Heckaufprall klappen solche Kopfstützen mit Hilfe eines in der Sitzlehne integrierten Hebelsystems nach vorne und verringern so den Abstand zum Hinterkopf.

Die Forscher der UDV raten Autofahrern dringend dazu, beim Kauf eines Fahrzeugs darauf zu achten, dass es mit einem derartigen Sicherheitssystem ausgestattet ist. Auch wenn Sitze mit mäßiger oder schlechter Kopfstützengeometrie zu den absoluten Ausnahmen gehören, weisen nach Angaben der UDV insbesondere Kleinwagen und Minivans noch immer große Defizite in diesem Bereich auf.

 
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Referenzen

  • Unfallforschung der Versicherer
  • Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.
  • Halswirbel-Schleudertraumas
  • Whiplash Protection System
 
 
 
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